Donnerstag, 19. November 2009

Wie viel Munchkin steckt in Dir?

Hallo liebe Leute,
seitdem ich angefangen habe, meinen lieben Bruder "Bananafanafofancer" zu nennen, stell ich mir wiederholt die Frage, wie viel Munchkin denn nun eigentlich wirklich in uns steckt. So bekommt Bananafana an ganz krassen Tagen auch schonmal ein "Bananafanafofancerdancerrancerlancershmancer" an den Kopf geknallt, aber an inhaltsarmen Tagen verläuft auch mal ein Chatanfang mit den folgenden Worten: "Banana?" "Sprich" etc.
Somit ist er also an langweiligeren Tagen nicht mehr als eine Banane, aber an ganz krassen Tagen eine ziemlich starke Zweihandwaffe aus Starmunchkin:












Aber sind wir nicht alle etwas Munchkin? Stoßen wir nicht jeden Tag Tür für Tür auf und hoffen, die sich dahinter liegende Aufgabe mit Bravour zu meistern? Sind wir nicht auch dankbar für jeden Schatz, den uns das Leben zuspielt? Helfen wir nicht auch gern mal einem Freund oder ärgern uns, wenn eben dieser Freund uns in den Rücken fällt, sei es auch nur durch Banalitäten? Wünschen wir uns nicht auch manchmal (wenn auch nur ironischerweise) den Tod, wenn uns eine Aufgabe zu gewagt erscheint? Sind nicht auch u.a. dies die Fragen, die unser Leben aus machen?

So lernen wir doch stetig dazu, wachsen an unseren Aufgaben und mit etwas Glück steigen wir dabei auf und das Leben hält einen Schatz für uns bereit. Sei es finanzieller Natur oder weil uns der Schatz eines Tages begegnet.

Der einzige Unterschied ist und bleibt, dass man nicht irgendwann aufhört, sich wieder fängt und nach ein paar Sekunden wieder weitermachen kann, wenn man sich mal verzockt hat. Auch bleiben kleine Tricks und Spielereien nicht ungesühnt und man landet dabei, kleiner Ausflug zum Monopoly, im Gefängnis. Des Weiteren kann man nach dem Tod nicht einfach weiter machen, vom Stapel neue Karten ziehen und hoffen, dass man dabei zufälligerweise noch eine Stufe aufsteigt.

Summa summarum grenzt sich das Leben, trotz vieler Gemeinsamkeiten, sehr von Munchkin ab, obwohl man sich manchmal wünscht, dass dem nicht so wäre.
Mit den allerbesten Grüßen,
Exl

3 Kommentare:

  1. Ein ausgezeichneter Beitrag, vielen Dank, und auch sehr des 100. Posts würdig! Wir gratulieren also "Stewie and Me"!!

    Hellelujah!

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  2. Ganz genau! So fühle ich mich tatsächlich oft. Wenn nur das Leben mal ein bisschen aufregender wäre. In so einem Munchkin-Szenario wäre es richtig einfach, ein Held zu sein, es bliebe einem auch gar nichts anderes übrig, wenn man überleben will. Aber anstelle von Krakzilla, dem Plutoniumdrachen oder wenigstens dem Großen wütenden Huhn muss ich nur gegen das BGB und die chronische Lust, morgends im Bett zu bleiben und Serien zu schauen, ankämpfen. Zum Glück gibts noch Bücher und Spiele!

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  3. Wie wahr wie wahr ....
    Wir müssen unbedingt mal wieder Munchkin spielen ... soviel steht wohl mal fest ;-)

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